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Wolfgang Herrndorf: ohne Titel, 1999 Copyright VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Das unbekannte Kapitel: Wolfgang Herrndorfs Bilder
Ausstellung im Kunsthaus Stade vom 24. Juni  bis 3. Oktober 2017

 

Wolfgang Herrndorf ist den meisten Menschen durch seinen Erfolgsroman „Tschick" geläufig, der ihn bei einer breiteren Öffentlichkeit berühmt gemacht hat.

 

Weitgehend unbekannt ist hingegen sein bildnerisches Werk, was Herrndorf, der Ende der 1980erJahre Kunst in Nürnberg studierte, schließlich zur Satirezeitschrift „Titanic" brachte, wo er später auch erste Texte veröffentlichte.

 

Seine Bilder zeichnen sich durch ihre technische Präzision aus, während sie gleichzeitig Anleihen aus der Renaissance aufweisen, was während der Zeitspanne ihres Entstehens als hochgradig unpopulär galt. Vielfach zeigen sie den Künstler - ganz in der Tradition Dürers – selbst. Aber auch zahlreiche Politiker, insbesondere auch der kürzlich verstorbene Helmut Kohl, wurden von Herrndorf in kunsthistorische Kontexte gestellt und erhielten dadurch eine ganz andere Rolle und Bedeutung. Ergänzt wird das Werk, das von einer so reichen künstlerischen Begabung zeugt, durch Buchillustrationen, Kalenderblätter und Zeichnungen mit Anleihen aus der Comicwelt.

 

Der bei Kettler erschienene Katalog bringt dem interessierten Leser darüber hinaus sehr viel Persönliches aus dem Leben von Wolfgang Herrndorf näher, der sich seit 2002 von der bildenden Kunst abgewandt und mit großem Erfolg auf die Schriftstellerei konzentrierte. 2010 schwer erkrankt, setzte er im Jahr 2013 seinem viel zu kurzen Leben ein jähes Ende. Die EWE Stiftung fördert diese besondere Ausstellung, die bis Oktober im Kunsthaus Stade zu sehen ist. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

 

 

 

Gezeitenkonzerte 2017, Foto: Karlheinz Krämer
Gezeitenkonzerte 2017
Sturm & Klang

 

Vom 23. Juni bis 13. August 2017 veranstaltet die Ostfriesische Landschaft bereits im fünften Jahr die Gezeitenkonzerte. Im letzten Jahr haben über 10.000 Musikinteressierte das Festival besucht. Durch die Qualität der musikalischen Darbietungen haben es die Gezeitenkonzerte inzwischen in die „1.Liga" der bundesweiten Festivals geschafft. Dabei wird nicht nur klassische Musik - hier insbesondere Kammermusik - präsentiert: Unter der Leitung von Prof. Matthias Kirschnereit wird vielmehr ein zwar anspruchsvolles, aber buntes Programm über Jazz und benachbarte Genres geboten, das Jung und Alt gleichermaßen anspricht und begeistert.

 

Eine Besonderheit ist, dass die Konzerte dezentral in ostfriesischen Dorfkirchen, beim VW-Werk in Emden und an anderen, vorwiegend kleineren Spielstätten stattfinden. Durch neue Konzertformate und weitere besondere Konzertorte, wie zum Beispiel die Kirche in Detern, sollen in diesem Jahr weitere Gäste aus allen Alters- und Bevölkerungsschichten erreicht werden. Kooperationen mit Vereinen, Musikschulen, Firmen und Kirchengemeinden festigen und runden das Programm ab. Den Abschluss der Gezeitenkonzerte 2017 bildet zum dritten Mal in Folge das Junge Philharmonische Orchester Niedersachsen in Bunderhee mit dem Hauptwerk „Ein Heldenleben" von Richard Strauss – Klangsturm inklusive.

Ein besonderes Augenmerk liegt bei den Gezeitenkonzerten darauf, talentierten Nachwuchsmusikern eine Chance zu geben, sich einem breiteren Publikum zu präsentieren und praktische Erfahrung auf der Bühne zu sammeln.

 

Ein kulturtouristisches Begleitprogramm sowie die „mitreisende" Gastronomie runden das Angebot ab. Unter anderem durch die Förderung der EWE Stiftung konnten die Eintrittspreise auch in diesem Jahr bei gleichbleibend hohem Niveau moderat gehalten werden (zwischen 5 Euro und 40 Euro für die höchste Kategorie).

 

Nähere Informationen sowie die Programmübersicht zu diesem besonderen musikalischen Ereignis in Ostfriesland finden Sie im Gezeitenblog.

 

 

 

Gewaltfrei Lernen an der Grundschule Nadorst
Gewaltfrei Lernen

EWE Stiftung fördert Anti-Konflikt-Training an Grundschulen

 

Wir beugen vor! Körperliche Schikanen, Wutausbrüche oder Beleidigungen sind auch in Grundschulen keine Seltenheit. Eine positive Lernatmosphäre wird gestört und konzentriertes Lernen ist kaum möglich. Der Verein Gewaltfrei Lernen e.V. macht sich dafür stark, Schülerinnen und Schülern im Rahmen eines Anti-Konflikt-Trainings Hilfsmittel an die Hand zu geben, um sich gegen verbale und körperliche Gewalt zu schützen. Dazu gehören Tipps für den sozialen Umgang miteinander genauso wie der Blick auf eine gute Lernatmosphäre in den Klassen oder konfliktfreie Pausen.

 

Die EWE Stiftung fördert das Training, zunächst an drei Grundschulen im Fördergebiet. Den Auftakt machte die Oldenburger Grundschule Nadorst ab dem 22. März 2017, wo eine professionell geschulte Trainerin das Training in 6 Unterrichtsstunden in einer Klassenstufe anbietet. Es folgen zeitnah weitere Grundschulen in Aurich (Grundschule Sandhorst) und in Steinfeld / Damme (St. Johannes-Schule). Bei zwei weiteren Schulen gibt es vorbereitende Gespräche für das zweite Halbjahr.

 

Durch die Kooperation mit dem Verein Gewaltfrei Lernen e.V. wird den Schulen die Möglichkeit gegeben, das schuleigene Sozialkonzept zu erweitern und so nicht nur das Sozialverhalten, sondern auch die Bildungschancen signifikant zu verbessern. Ein Team von Sonderpädagogen und Diplom-Sportwissenschaftlern arbeitet mit den Schülerinnen und Schülern. Neben dem bewegungsreichen Unterricht ist die Grundvoraussetzung für eine Förderung, dass die Schule zwei Fortbildungen für ihre Mitarbeiter und einen Elternpraxisabend organisiert. „Nur so können wir eine nachhaltige Wirkung erreichen", so Sibylle Wanders, Gründerin des Vereins, der bundesweit arbeitet.

 

„Wir haben verschiedene Konzepte und Erfahrungsberichte verglichen", berichtet Stephanie Abke, Leiterin der EWE Stiftung. „Dieses Training bietet ein praxiserprobtes modulares System an, das sich an Kinder, Eltern und Lehrer richtet – es gibt also viele Multiplikatoren, die von unserem Engagement profitieren. Darüber hinaus hat uns überzeugt, dass die Schulen durch den erforderlichen Eigenanteil an der Finanzierung sehr motiviert sind."

 

Weitere Informationen zum Anti-Konflikt-Training finden Sie unter www.gewaltfreilernen.de.

 

 

 

 

Kaiserliche Post Oldenburg
Stiftungshaus Oldenburg e.V.: Information, Vernetzung, Austausch
Mit dem Stiftungshaus Oldenburg e.V. wurde für alle Stiftungen sowie Stiftungsinteressierte eine gemeinsame Plattform speziell für die Stadt Oldenburg und die Region Weser-Ems geschaffen. Schließlich weist die Stadt die bundesweit viertgrößte Stiftungsdichte auf und besticht darüber hinaus durch überdurchschnittliches bürgerschaftliches Engagement.

 

Im Laufe der letzten Jahre und Jahrzehnte hat sich der Stiftungssektor nicht nur rasant entwickelt, sondern auch verändert: Stiftungen haben sich zunehmend zu Ideen- und Projektschmieden entwickelt, die das Gemeinwesen nicht nur mit Geld, sondern zusätzlich mit Fachkompetenz aktiv mitgestalten. Entsprechend sind sie stärker in das öffentliche Bewusstsein gerückt. Zudem gewinnen Kooperationen von Stiftungen untereinander immer mehr an Bedeutung. Gleichzeitig stellen das anhaltende Niedrigzinsumfeld, der demografische Wandel und die Suche nach förderwürdigen Projekten sowie aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen Stiftungen vor neue Herausforderungen.

 

Das Stiftungshaus Oldenburg e.V. möchte deshalb als neutrales Forum für seine Mitglieder umfassende, aktuelle und nachhaltige Angebote rund um das Thema „Stiftungen" bieten und die stärkere Vernetzung sowie den Austausch von Stiftungs- und Projektverantwortlichen untereinander fördern. Gleichzeitig schafft es einen Rahmen für Veranstaltungen und Erfahrungsaustausch. Perspektivisch ist ein Portal für Förderprojekte geplant.

 

Das Stiftungshaus Oldenburg e.V. führt hingegen keine Rechtsberatung durch und initiiert keine eigenen Projekte. Mitglied werden können Stiftungen, Vereine und natürliche Personen.

 

Mehr Informationen unter www.stiftungshaus-oldenburg.de .

 

 

 

 


Buchtipps


Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.):

Vereine und Steuern
Arbeitshilfe für Vereinsvorstände und Mitglieder, 7. Ausgabe

ISBN 978-3-7193-1429-3


"Vereine und Steuern" bietet auf fast 200 Seiten umfassende Informationen zum komplexen steuerlichen Umfeld für Vereine und erläutert eine Vielzahl von Regelungen, die für die geordnete Geschäftsführung eines Vereins von Bedeutung sind. Thematisiert werden unter anderem die Bereiche „Gemeinnützigkeit", „Spenden" und „Körperschaftssteuer".

Auf den Seiten des Finanzministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen steht die Broschüre zum Download bereit oder kann für den Preis von 9,90 Euro bestellt werden.

Finanzministerium des Landes NRW, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 40190 Düsseldorf

http://www.fm.nrw.de/

 



 

Elisa Bortoluzzi Dubach: Stiftungen. Der Leitfaden für Gesuchsteller.
Frauenfeld: Huber 2007
ISBN 978-3-7193-1429-3

Die Autorin beschreibt in zwölf Kapiteln anschaulich, was Stiftungen sind, wie sie arbeiten und was man als Antragsteller beachten sollte, um eine Stiftung erfolgreich und nachhaltig als Förderer oder Projektpartner zu gewinnen.

So werden in einem einführenden Kapitel zunächst die Besonderheiten einer Förderung durch Stiftungen erläutert, bevor dem Leser im Folgenden konkrete Hilfsinstrumente für die Antragstellung vorgestellt werden. Ein Überblick über die Stiftungslandschaft in Deutschland, der Schweiz und Österreich wird ergänzt durch einen Einblick in die Arbeits- und Denkweise der Organe von Förderstiftungen.

Dr. Dr. Elisa Bortoluzzi Dubach arbeitet seit Jahren als erfolgreiche Sponsoring- und Kommunikationsberaterin sowohl mit Projektträgern als auch mit Stiftungen zusammen. Der besondere Gewinn dieses Buches ist somit auch, dass beide Perspektiven - die der Geldsuchenden und jene der Geldgebenden - beleuchtet werden. Zahlreiche Checklisten und Fallbeispiele veranschaulichen die Thematik und ermöglichen dem Leser eine unmittelbare Umsetzung des theoretischen Fachwissens in die Praxis der eigenen Arbeit.